SOLLEN WIR UNSER KIND TAUFEN LASSEN?

Liebe Eltern, wie haben Sie sich entschieden? Haben Sie Ihre Kinder getauft, oder nicht?!
Große Umfrage über das tatsächliche Taufverhalten in Deutschland!
Ergebnisübersicht
Einträge:
1455
Katholisch getauft:
353
Evangelisch getauft:
602
Anders getauft:
391
Nicht getauft:
109
Zufällige Kommentarauswahl
Getauft wurde das Kind allein auf Wunsch der Mutter. Grund: - damit das Kind, wenn alle anderen Instanzen (seien es Eltern,Freude oder allgein: Mitmenschen) versagen, jemanden hat, an den es sich wenden und bei dem es Trost finden kann; - um möglichst früh einen Bezug zum christlichen Wertesystem zu bekommen; - um auch, wenn es sich evtl. irgendwann gegen Gott oder einen Glauben an ihn entscheidet, zumindest erkennen kann, wie und wo die Kirche und der Glaube an Gott auf unsere Kultur im weitesten Sinne Einfluss genommen hat.
getauft: katholisch
Was wir wollen und was bisher dabei heraus kam

Auf vielfachen Wunsch haben wir die bisherigen Ergebnisse in einem kleinen Dokument zusammengestellt: "Taufgespräch Auswertung" (PDF, 500 kb). Wir freuen uns über Ihr Feedback.

Was wir wollen und wie das kam? Nun, ein Kind hatte sich angekündigt, und die Frage meldete sich: Soll man es taufen? Es zeigte sich, dass die Mutter dafür war und der Vater… war überrascht - er wäre nie auf die Idee gekommen. Ein intensives Gespräch entwickelte sich, zuerst in der Familie, dann auch mit nahen und fernen Freunden, schließlich sogar mit Pfarrern und Theologen. Aber Theorie und Praxis waren irgendwie nicht zur Deckung zu bringen. Warum zum Beispiel lassen Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, ihr Kind taufen? Das geschieht nicht selten. Zieht die Taufe eine Art Sicherheitskordon um das Kind? Das glauben viele. Es gibt in den modernen Patchworkfamilien jede Menge Mischungen und Fallgruppen, bis hin zur Absurdität. Aber auch einfachere Konstellationen sind kompliziert genug, ganz zu schweigen von christlich-muslimischen Mischehen. Was geschieht da in der Praxis eigentlich?

Wir würden unsere Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema gerne zu einer kleinen Broschüre zusammentragen, haben aber das Gefühl, dass wir zu wenig wissen über das, was in den einzelnen Familien (oder familienähnlichen Gebilden) heute wirklich passiert. Es geht uns nicht um eine exakte Statistik, sondern mehr um "Taufgeschichten", um zusätzliche Eindrücke, um eine Verbreiterung des Stimmungsbilds. Was daraus einmal werden wird, können wir noch nicht mit Sicherheit sagen. Es hängt unter anderem davon ab, ob der untenstehende Fragebogen, den Sie nun bitte anklicken mögen, einen lebendigen und ergiebigen Rücklauf findet. Wir behandeln Ihre Daten natürlich mit aller nötigen Sorgfalt. Ihr Beitrag bleibt absolut anonym. Sollten Sie jedoch für Rückfragen zur Verfügung stehen wollen, tragen Sie bitte am Ende des Fragebogens Ihre entsprechenden Kontaktdaten ein.

Wir möchten Ihnen bereits im voraus für Ihre Mühe danken und würden uns sehr freuen, wenn Sie diesen Fragebogen auch an Ihre Freunde und Bekannten weiterleiten würden, so dass wir ein möglichst breites Spektrum an Meinungen und Fällen erfassen können.

Mainz, im Januar 2010
Hermann Kurzke und Oliver Kemmann

Über die „Erfasser“:

Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Kurzke: Geboren 1943 in Berlin, Studium der Germanistik und der katholischen Theologie an den Universitäten München und Würzburg, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Mainz (im Ruhestand). Zahlreiche Publikationen über Thomas Mann, ferner über Goethe, Romantik (Novalis), Hymnologie (Kirchenlied, politisches Lied), Kulturreligiosität und Gegenwartsliteratur. Freie Mitarbeit im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und in der "Literarischen Welt". Mitherausgeber der Großen Kommentierten Frankfurter Thomas Mann-Ausgabe (GKFA). Sprecher des Graduiertenkollegs Geistliches Lied und Kirchenlied interdisziplinär in Mainz (1996-2006) . Dr. h.c. der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz (2008).

Dr. Oliver Kemmann: Geboren 1969 in Aachen, Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen, seit 1998 Inhaber einer Internet & Film Agentur in Mainz, lernt Hermann Kurzke 2002 bei einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Mainz kennen und schätzen. Diese Freundschaft bleibt nicht unproduktiv, im Jahr 2008 erscheint die gemeinsam herausgegebene illustrierte Edition von Goethes Belagerung von Mainz, und nun setzen sie diese erfolgreiche Kooperation in dem hier vorliegenden Projekt „Taufgespräch“ fort.


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